Putztag mit und ohne Ralf

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Ralf ist mein WG Mitbewohner, zugegeben WG Schlafmütze trifft es eher …

Ralf feiert gerne und lange in der Drachenschänke, da kommt er schon mal heim wenn ich schon den Morgenkaffee brühe, aber das stört ihn keineswegs, er nimmt sich die ganze Kanne und verschwindet singend in seinem Zimmer.

Meist hört man nur lautes Schnarchen und seltsames Gebrabbel, während ich schon Mittagessen koche, … Aber Heute ist Putztag!!

Um sechs Uhr habe ich drei große alte Dröhnwecker mit Schellen vor seinem Bett postiert, ich warte heimlich im Gang mit einer alten Sirene, … so eine zum kurbeln, die hat mir ein Freund vom THW geborgt, hi,hi … grins 🙂

Pünktlich um halb Sieben beginnt die Wecker Sinfonie zu toben, komponiert von Sebastian Weckdichauf persönlich Anno 1879. Ralf zuckt mit keinem Muskel, er schnarcht weiter als gäbe es kein Morgen. Dann drehe ich an der Kurbel der Sirene, erst Luftmeisterschutz Stufe Ohrentod, dann die 23 Werke von Salbert Dröhn in Nervdur pur … keine Chance, Ralf sägt weiter …

Inzwischen habe ich Kopfweh von der Sirene und hole den Indogorianischen Kultgong, ein 89 Kg Monstern auf Rädern, noch von meiner Urgroßmutteromatante 24. Grades. Den zwei Meter langen Schlegel kann ich kaum heben, … als er auf den Gong trifft, bricht ein Unwetter des Dröhnens aus, das erst alle Tapeten im Umkreis von 5 Metern von den Wänden schält, dann fällt Ralfs Türe aus der Angel und mir wird Schwarz vor den Augen …

„Kaffee!!“ … war das erste was meine geschundenen Ohren vernahmen, da stand der gähnende Ralf über mir mit dem alten Kaffee von gestern Nacht und grinste fröhlich vor sich hin. Ich rappelte mich auf, zog mich kommentarlos an und fuhr zum Baumarkt um neue Tapeten zu kaufen, … nicht ohne vorher über die Sirene zu stolpern und mir den Kopf am Gong zu Stoßen …

… seitdem putze ich alleine, … ohne Ralf 🙂

 

Copyright Alois Reiss 2016

 

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Der Tanz des Farbenwedlers

Farbwedler-web

Acryl auf Leinwand, 60 x 80, gespachtelt

Der Tanz des Farbenwedlers

Glühend versinkt die Sonne und letzte Finger aus warmen Gold streicheln zart mein Gesicht.

Das Lagerfeuer knistert und Funkelinchen tänzeln in den Sternenhimmel, als der Farbenwedler sich erhebt und sein Tanz beginnt …

Aus sanften Wogen, werden farbige Wellen die sich in meine Seele schleichen, mein Herz mit auf die Reise nehmen. Ein Farbenmeer trägt mich wie auf silbernen Schwingen den Sternen entgegen.

Welteninseln singen ihre endlosen Chorale, begleitet von den Harfenklängen des Universums um miteinander in der Zeit zu verschmelzen.

Ein Reigen aus Duft und singenden Farben, von dem ich mich jauchzend mitreißen lasse. Drehend, schwebend, mit tausenden bunter Schmetterlinge, aber als ich meine Hände nach ihnen ausstrecken will, entgleiten sie mir und es wird stiller …

Die zauberhafte Musik verblasst mit den Farben und ich werde zurückgezogen von der Welt der Menschen und ihrer Sorgen. In der Ferne Tauchen die Sterneninseln ein, in das samtschwarze All der Stille.

Das Feuer vor mir ist am Erlöschen, es knistert nur leise und zarte Schatten huschen über die faszinierenden Falten des alten Mannes mir gegenüber. Ruhig und meditierend sitzt er mit mir am Feuer und ich sehe in seine weisen alten Augen und dort tanzt der Farbenwedler noch immer den Reigen mit den Sternen …

… er hat niemals aufgehört zu Tanzen …

Copyright Alois Reiss 2016

Wer ist „Bill Bones?“

Hier möchte ich Euch meinen neuen Blog über „Bill Bones“ vorstellen 🙂

Bill Bones

ritter-d-lichts-web Bill Bones

… Bill Bones …

Was soll ich als sein bester Freund über Bill, den alten Bill Bones sagen, er war ein Abenteuer, ein Freigeist und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen …

Oder man kann es einfach sagen … ein wilder Hund, ein Wolf der seine Freiheit liebt, sich nichts vorschreiben lässt und seine Sache durchzieht und zu Ende bringt.

Als Waise wuchs er bei den „Schwestern  der Frömmigkeit“ auf, ein Waisenhaus im Drachenland, das für strenge Erziehung und Moral bekannt war, … nicht begeistert waren die Schwestern von dem kleinen Jungen, der schon mit 8 Jahren ein eigenes Drachenschwert besaß.

Außerdem war der kleine Bill schon immer ein Aufrührer und Unruhestifter der seinesgleichen suchte. Nicht nur das Billy sich verbotenerweise in den Stadtteilen  der „dunklen Gesellen“ rumtreiben musste, nein, er handelte damals schon mit allem was er finden konnte oder zufällig in seine Finger bekam.

Mit 9 Jahren wussten die Schwestern keinen Rat…

Ursprünglichen Post anzeigen 189 weitere Wörter

„Oben“

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“Oben“

ich sitze schweigend

über dem modernen “mobillärm“
weitab von YouTube
Facebook und dauermails

erst war es beängstigend
ganz alleine, hier nur mit mir
ich höre wie mein Herz schlägt
es pocht in mir …

Sterne, …
ich dachte es wäre eine Illusion
aber ich sehe sie wirklich …
Einer nach dem anderen beginnt zu leuchten
Faszinierend schön …

ich hab den Fahrstuhlboy bestochen
ihm ein paar Küsse auf die heiße Wange gedrückt
denn es darf niemand nach oben
niemand weiß wirklich das es atemberaubend schön ist

Wir leben nur “unten“
bei den “Flimmerschirmen“
kaufen alles was die Industrie postet
und lullen uns ins Glück

den Preis zahle ich gerne
Er wollte noch ein Abendessen mit mir
der Fahrstuhlboy
er lächelte nur
als ich fragte
was “oben“ ist?

“Die Fantasie, das goldene Meer“

Er hatte recht

Ein goldenes Meer der Fantasie …

©AR 2016

Bewusstseinsspaltung

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Bewusstseinsspaltung

Gerade saß ich noch beim Frühstück
als ich mich selbst rufen hörte
“Bad ist frei“!
“Ja danke“ rief ich automatisch zurück

Nachdem ich mit mir den Früstückstisch abräumte
… es ging verdammt schnell zu dritt …
quetschte ich mich mit mehreren mirs
in die Dusche

Als wir dann zur Arbeit gingen
verteilte ich die Aufgaben auf meine “Brüder“
Erst quengelten einige, aber flux sausten sie dann los
angespornt von dem versprochenen Kuchen

ich liebe Kuchen, …
oder sollte ich sagen “wir“?

Jedenfalls läuft es super
einige ichs sind befördert worden
einer in den Aufsichtsrat

ich vermisse sie ein bisschen hier auf den Bahamas
aber bitte, sie schicken mir jeden Monat genügend Kohle
und bedanken sich für ihr erfülltes Leben …

“ich hätte bitte noch zwei Cocktails Herr Ober“
Wir nehmen uns in den Arm und genießen den Sonnenuntergang

Frau Drache und mein wahres ich ….

©AR 2016

Für meine Seele

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Hitze in mir
Hitze um mich
Verbotenes Land

Trotzdem bin ich hier
arbeite bis zum Umfallen
an den Gleisen der Hoffnung

Eine Frau macht diese Arbeit
kein anderer wollte sie
die letzten Bolzen hämmern
ich tue es für mich
für meine Seele

die Nächte sind hart hier auf Tolus fünf
die Tage nicht besser
aber der Lohn stimmt
der Lohn für ein Leben
das Leben meiner Tochter

der Hammer liegt schwer in der Hand
sowie mein Leben ….

©AR 2016

Der Tempel des großen Zorg

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Der Tempel des großen Zorg, gewaltig tritt er aus dem Nebel meines Traumes hervor, … komm zu mir! … flüstert es leise in meinem Kopf.
Die Stimme wird lauter und eine fremde Kraft zieht mich immer näher bis ..
Ein lauter Knall und ich sehe geheimnisvolle Zahlen unter mir …
Also hebe ich den Wecker wieder auf und schimpfe, … Mist schon wieder sechs Uhr und Montag!!

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