Be true, Be kind

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Die alte Nacht

Karin Kronreif

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Still zieht die Nacht

durch silberglänzende Weiten,

ein Vogelschrei vielleicht,

das Märchenlied der Bäume,

der Sterne Blinken,

ein leises Klingen, das

im Glanz nächtlicher Augen schwebt.

Und jung wird wieder

die alte Nacht,

sie zieht ihr graues Hemdchen aus,

entflieht in weite,

sonnenleuchtende Fernen,

versinkt in rauschender Zartheit.

Ein Lied, sich löst aus dieser Stille,

und Lächeln klebt im Kerzenschein.

Still zieht nun der Morgen

durch seidenfeine Weiten,

ein Vogelschrei vielleicht,

das Märchenlied der Rosen,

der Augen Funkel,

ein zartes Klingen, das

im Glanz der leeren Gläser schwebt.


© Text und Bild:  Karin Kronreif

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Die Konturen des Nichts

Karin Kronreif

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Ich erblickte die Leere

wie sie mich angrinste,

in ihrem Nichts erstarrte.

Ich blieb und sah sie an.

Keine Angst, nur ein Gefühl,

und Kälte spürte meine Haut.

Doch blieb ich,

das Nichts wurde weiß,

Konturen brachen durch.

Ich blieb und plötzlich tauchte auf,

die Ahnung.

Sie hob auf das Nichts und warf es fort

Wärme spürte meine Haut.

Mein Blick, der blieb,

Konturen wurden Bilder

und mir war klar,

der Geist, der schlief,

nur die Seele sah.


©Bild und Text: Karin Kronreif

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Schneehauberl

Karin Kronreif

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I steh am Fenster

und spernzel so raus,

schau zua den Flocken

wias tanzen und lachen.

Ollas is weiß

und wia i so steh und schau,

denk i ma,

i muass da raus.

An Schal um an Hois,

die Finger in Handsch,

und schon steh i mitten im Schnee,

heast, des is sche.

Und riechen tuts,

ahhh, i fühl den Winter,

auch koalt is ma ned.

Da bleib i steh,

weil es kitzelt am Kopf

„Uiii – mei Glatzerl!“

denk i ma jetzt.

Hab ich doch glatt vergessn,

mein Kopf abzudeckn.

Jetzt muass ich grinsen,

und denk ma, ist doch wurscht,

a Hauberl aus Schnee

is doch a wundersche.


©Bild und Text von Karin Kronreif

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stille (2)

verssprünge

still-leben III

 

schnee bedeckt das land
leuchtende stille

so etwas wie frieden
macht sich breit
und weit
reicht die stimme

deiner innigkeit

 

©dj2017

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Im Eis geträumt

Karin Kronreif

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Wohin wir gehen können wir nicht wissen,

so wie mein Blick, der dich gesucht, nicht wusste,

dass unsere Herzen längst den Tau des Eises schmeckten.

Und tausend zarte Wesen,

schreiten fort,

zerbrechlich und grazil,

in ihren hohen Hacken,

ganz sanft vom zauberhaften Glanz umflort.

Wohin wir gehen können wir nicht wissen,

so wie meine Hand, die dir gereicht, nicht wusste,

dass sie längst gewärmt in deiner lag.


©Text: Karin Kronreif, ©Bild: Stephanie Mohr

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Meine schönsten Ausstellungen

Rathaus Kallmünz 2008