Letzte Nacht

Sylvia Kling - Literatur

Letzte Nacht

Letzte Nacht schimmerte der Mond blutrot durch unser Fenster.

Ein letztes Mal duftete deine weiße Haut nach Rosenperlen, verzückten mich die harmonischen Schwingungen deiner Lippen, die mich immer an eine sanfte Woge erinnerten, von der ich mich gern in den dunkelsten Grund tragen lassen würde.

In diesem Moment der Vergänglichkeit legte ich meine Seele in dich hinein.

Nimm sie mit in dein Leben. Sie könnte deine unerschöpfliche Quelle sein, dein Lebenswasser.
Schöpf aus ihr nicht unbedacht, denn ich gab dir alles, was ich habe.
Schöpf aus ihr mit Achtsamkeit, erlabe dich an ihr. Bade in ihr, lass Dich von ihr in deine Träume betten.

Jeden Augenblick sehe ich den glanzvollen Tanz unserer Augen. Jetzt nehme ich ein kleines Stück von dir mit.
Es sind kleine Sandkörner, die ich in einem kleinen Beutel an meiner Brust trage.

Waren wir jemals am Meer?
Ich hätte jetzt gern die Erinnerungen:

Hand…

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3 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. anandrahasya
    Mai 19, 2016 @ 08:50:12

    Was sie wohl so denkt, über die letzte Nacht, die Seelenteile, die Sandkörner?

    Gefällt mir

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  2. Miguel Sepúlveda
    Mai 19, 2016 @ 13:22:31

    Hmm es bleibt ein Rätsel…

    Gefällt 1 Person

    Antwort

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