Taubengedicht

Benn Wederwill

Bildschirmfoto 2015-12-18 um 22.37.40Freiheit

Einsam ist das Täubelein
flüstert leise: Hol mich heim
warum bist du fortgegangen
wolltest doch nur Würmer fangen
so lang bist du nun schon fort
und ich warte hier auf dich
flatterst hierhin, flatterst dort
denkst du gar nicht mehr an mich?

Jammert sehr das Täubelein
auf dem Nussbaum ganz allein
wartet auf die Muttertaube.
Weißt du Täubchen, ach ich glaube
jung bist du und stark und schön
warte nicht mehr auf Frau Mutter
eigne Wege sollst du gehn
suche selber dir dein Futter

Such dir einen guten Mann
kriegst selbst Taubenkinder dann
wirst sie lieben, für sie sorgen
lange – bis zum Abschiedsmorgen
Dann siehst Du dein Taubenkind
wartend auf dem Ast im Baum
schwingend ganz allein im Wind
träumend seinen Mädchentraum

Sage ihm dann: Sorg‘ dich nicht
was der Wind dir heut vespricht
wird er vielleicht nicht alles halten
doch du kannst dir selbst gestalten
wohin du…

Ursprünglichen Post anzeigen 21 weitere Wörter

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